Notwendigkeiten des Jugendschutzes
Kinder und Jugendliche vor den Schäden eines zu frühen, riskanten oder missbräuchlichen Konsums alkoholhaltiger Getränke zu schützen, ist in erster Linie eine moralische und gesellschaftliche Verpflichtung!
FAKTEN
Kinder und Jugendliche reagieren viel sensibler auf Alkohol als Erwachsene. Ihre Organe und Knochen befinden sich mitten im Wachstumsprozess, die „jugendliche“ Leber hat noch nicht die gleiche Fähigkeit, Alkohol abzubauen, wie das bei Erwachsenen der Fall ist.
Hinzu kommt, dass die Blutalkoholkonzentration bei Kindern und Jugendlichen auf Grund ihres geringeren Körpergewichts schneller ansteigt und die Wirkung von Alkohol nicht stufenweise, sondern meist schlagartig einsetzt. Bereits ab 0,5 Promille können Kinder und Jugendliche plötzlich das Bewusstsein verlieren.
Kinder und Jugendliche haben noch keine Erfahrungen gesammelt im Umgang mit alkoholhaltigen Getränken. Die Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums für ihre physische und psychische Entwicklung können sie noch nicht richtig einschätzen. Sie befinden sich mitten in einem Selbstfindungs- und Orientierungsprozess und sind meist noch unsicher in ihrem Verhalten. Daher lassen sie sich beim Konsum alkoholhaltiger Getränke leicht von ihren Freunden in der Clique beeinflussen. Hinzu kommt der Wunsch, sich immer stärker von den Eltern abzugrenzen und auch mal Grenzen und Regeln zu überschreiten.
Wichtig: Je später Kinder und Jugendliche mit dem Alkoholkonsum beginnen, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später einen riskanten oder missbräuchlichen Alkoholkonsum betreiben oder sogar alkoholabhängig werden.